Astro- oder Sonnen-QiGong

Astro-QiGong – oder auch Sonnen-QiGong – ist eine Sammlung von einfachen QiGong-Übungen, die bestimmten Tierkreiszeichen (Sternzeichen) zugeordnet ist.
Die Astrologin Carmen Schwind und der QiGong-Lehrer Harald Schönfeld konnten in ihren Seminaren beobachten, dass bestimmten „Menschentypen“ bestimmte Übungen besonders gut taten. Beim Vergleich mit deren Sternzeichen, konnte festgestellt werden, dass diese auch wirklich übereinstimmten. Daraus einwickelten sie das Astro- oder Sonnen-QiGong.

Der asiatische Begriff „Qi“ lässt sich mit Atem oder Lebensenergie übersetzen. „Gong“ wiederum bedeutet Übung und Arbeit. QiGong ist also ein psychosomatischer Übungsweg zur Aktivierung der Lebensenergie. Geprägt hat den ganzheitlichen Ansatz dieser Art von Energiepflege die chinesische Philosophie mit ihrem dualistischen Weltbild, das um die beiden Pole Yin und Yang kreist.

Krankheit ist nach der chinesischen Medizin die Störung des Gleichgewichts / der Polarität; sind wir gesund, so sind wir im Gleichgewicht – weder die eine, noch die andere Seite ist im Übergewicht.

Yin Yang
YIN
Frau
Schlaf
  Parasympatikus  
Erde
Wasser
Mond
Unten
Entspannung
Ruhe
YANG
Mann
Wachen
Sympatikus
Himmel
Feuer
Sonne
oben
    Anspannung    
Bewegung

 

Qigong ist ein Teil der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Es soll die Lebensenergie des Übenden stärken, ihn körperlich, geistig und seelisch flexibler zu machen. Es besteht sowohl aus gymnastischen Elementen als auch aus meditativen Qigong beeinflusst Krankheitsverläufe positiv.

Umgangssprachlich werden Tierkreiszeichen auch Sternzeichen genannt. Zur Geburt eines Menschen stehen die Planeten am Himmel in einer bestimmten Konstellation zueinander. Die Sonne steht in einem bestimmten Tierkreiszeichen.

Haus   Tierkreiszeichen    Zeitraum Element        
1 Widder 21.03. – 20.04.    Feuer
2 Stier 21.04. – 20.05. Erde
3 Zwilling 21.05. – 21.06. Luft
4 Krebs 22.06. –22.07. Wasser
5 Löwe 23.07. – 23.08. Feuer
6 Jungfrau 24.08. – 23.09. Erde
7 Waage 24.09. – 23.10. Luft
8 Skorpion 24.10. – 22.11. Wasser
9 Schütze 23.11. – 21.12. Feuer
10 Steinbock 22.12. – 20.01. Erde
11 Wassermann 21.01. – 19.02 Luft
12 Fische 20.02. – 20.03. Wasser

Wird ein Kind z.B. zwischen dem 23.10. und dem 21.11. geboren, stünde die Sonne im Zeichen des Skorpions, dessen Planetenherrscher Mars und Pluto sind, die körperliche Zuordnung sind die Geschlechtsorgane. Während dieser Zeit stirbt die Natur, es ist eine triste Zeit. Entsprechend sind auch Lebensaufgabe und Charakter dieses Menschenkindes:

Es hat einen starken Willen und Durchsetzungskraft; ist zäh, mutig und hat große Gefühle; hoher Idealismus zeichnen den Skorpion aus und er sieht hinter das Vordergründige, hat eigene Konzepte und einen eignen Lebensweg. Das große Thema ist Macht.

Dagegen stehen Selbstüberschätzung, übertriebene Leidenschaft, Ohnmacht, Verspannung, Zweifel...

Er muss auf seinem Lebensweg einige Prüfungen bestehen. Dabei muss er immer wieder Opfer bringen um seine Umgebung zu bewahren und zu schützen. Er muss die Dunkelheit hinabsteigen, seine eigenen Schattenseiten erkennen und dadurch Energie zur Erneuerung und Wandlung gewinnen, er will und muss die Herrschaft über die eigene Kraft gewinnen.

Der Skorpion trägt also die Last der Welt auf seinen Schultern bzw. in seinen Händen.

Diese Übung hilft dem Skorpion – und natürlich auch allen anderen Tierkreiszeichen – die Last der Welt leichter zu tragen. Durch die Bewegung im Becken werden alte Themen gelöst und die Beckenorgane (Problembereich des Skorpions) werden in Schwingung gebracht. Schwingung bedeutet, dass der Blutfluss gut zirkuliert und somit das Immunsystem (die weißen Blutkörperchen) gut im Körper verteilt ist. Der Skorpion hat die ganze Welt in der Hand (bildlich), was ihn vor Ängsten des Machtverlustes schützt.


Beschreibung der Übung

Sonnen QiGong

Vorbereitung:

Sie stehen aufrecht, die Füße sind schulterbreit auf dem Boden aufgesetzt. Die Arme hängen locker neben dem Körper. Entspannen Sie sich und atmen Sie tief ein und aus. Stellen Sie sich Jugend und Frische vor und lassen Sie alle anderen Gedanken vorüberziehen. Atmen Sie tief ein und aus. Beim Ausatmen sinken Sie langsam leicht in die Knie hinab, der Oberkörper bleibt aufrecht. Sie haben die Grundstellung eingenommen.

Durchführung:

(1) Heben Sie beide Arme, bis Ihre Hände eine imaginäre Erdkugel vor dem Körper halten. Die linke Hand ist oben, die rechte Hand unten.
Heben Sie den linken Fuß etwas an und machen Sie einen Schritt nach vorne links. Die Ferse berührt dabei zuerst den Boden. Ihr vorderes Bein ist dabei locker gestreckt, Ihr Gewicht ruht auf dem hinteren Bein, das leicht gebeugt ist.
Der Schritt sollte nicht zu groß oder zu klein sein; die Füße bleiben nach wie vor schulterbreit auseinander.
Ihre linke Ferse ist etwa eine Fußlänge von der rechten Fußspitze versetzt.
Ihr Oberkörper zeigt nach links vorne Richtung linker Zehenspitze.

(2) Verlagern Sie nun vorsichtig das Gewicht auf das rechte hintere Bein. Bei dieser Bewegung wird das Becken sanft nach hinten verlagert, Ihr Oberkörper dreht sich leicht mit; Ihre Haltung ist weiterhin aufrecht; Ihr Oberkörper zeigt nach rechts hinten in Richtung rechter Zehenspitze.

Verlagern Sie das Gewicht wieder vorsichtig auf das linke vordere Bein. Ihr vorderes Bein ist dabei locker gestreckt, Ihr Gewicht ruht auf dem hinteren Bein, das leicht gebeugt ist. Der Ablauf beginnt wieder von vorne.

Die Erde, die Sie dabei in den Händen tragen, wird sanft und liebevoll nach vorne und hinten gewogen.
Die Bewegung achtmal wiederholen.

(3) Den gleichen Ablauf auf der anderen Seite durchführen. Ihre Hände halten eine imaginäre Erdkugel vor dem Körper. Die rechte Hand ist dabei oben, die linke Hand unten. Heben Sie den rechten Fuß etwas an und machen Sie einen Schritt nach vorne rechts. Die Ferse berührt dabei zuerst den Boden. Ihr vorderes Bein ist locker gestreckt, Ihr Gewicht ruht auf dem hinteren Bein, das leicht gebeugt ist.
Der Schritt sollte nicht zu groß oder zu klein sein; die Füße bleiben nach wie vor schulterbreit auseinander.
Ihre rechte Ferse ist etwa eine Fußlänge von der linken Fußspitze versetzt.
Ihr Oberkörper zeigt nach rechts vorne.

(4) Diesmal wird das Gewicht auf das linke hintere Bein verlagert, das Becken dreht sich, Ihr Oberkörper zeigt nach links hinten in Richtung linker Zehenspitze. Dann die Verlagerung wieder zurück auf das rechte vordere Bein.

Die Erde, die Sie dabei in den Händen tragen, wird weiterhin sanft und liebevoll nach vorne und hinten gewogen.
Die Bewegung achtmal wiederholen.

Beachten:

Das Gewicht soll nach unten gebracht werden. Nicht denken, nur tun.

Wirkung:

Die Übung ist gut für die Haltung; für Hüft- und Kniegelenke. Sie verbessert Atmung und Bewegung und reguliert die Organe im unteren Bauchbereich.

Alle Übungen finden Sie auch im Buch
Miou und das Sonnen-QiGong
Carmen Schwind und Harald Schönfeld
ISBN 9 783868 055801
12,00 Euro

Astro QiGong